Archive for March, 2007

Müllverbrennung und obligatorischer Eisbären-Content

Tuesday, March 27th, 2007

Als wir gestern ein Auto komplett voll mit Holzresten von ehemaligen Küchenschränken und Wandverkleidungen gepackt hatten und endlich losgefahren waren, bemerkten wir den komischen Rauch in Richtung unseres Weges. Mein Scherz, dass es ja wohl nicht genau bei der BSR brennen würde, wenn wir Müll dort abgeben wollten, war gerade eine Minute verklungen, als im Radio gemeldet wurde, dass genau das der Fall sei. Nach Verkehrschaos und Wendemanövern haben wir es dann um kurz vor 19 Uhr noch geschafft, den ganzen Schrott am BSR-Verwertungshof am Südkreuz abzuladen. Tolles Timing, Fortuna.

Noch eine unwichtige Anekdote: Letzte Woche überlegten wir auf Arbeit noch, was interessante Diskussionsthemen für die Internetseite sein könnten. Der Vorschlag „Knut“ wurde abgelehnt, weil all der Eisbärenzirkus ja nur ein Berliner Lokalthema sei und man gar nicht wisse, ob man in der gesamten Republik schon Notiz genommen hatte. Hatte man aber wohl, wie wir dann am nächsten Tag an der Bild-Ente sehen konnte. Die hat es ja bis in den Colbert Report geschafft.

Wie man sieht, passiert nichts spannendes. Morgens wird renoviert, abends moderiert oder umgekehrt. Schade um das schöne Wetter.

Jetzt sind wir da.

Monday, March 19th, 2007

Der größte Brocken des Umzugs ist geschafft. Wir auch. Vielen Dank nochmal an alle Umzugshelfer (Josi, Jan, Diana, Wencke, Stephan, Phillip, Fabian, Hendrik, Flo… waren das alle?), ohne die das gar nicht funktioniert hätte. Nach neun Stunden Schleppen reichte es dann auch für diesen Freitag.

Jetzt müssen wir parallel irgendwie die neue Wohnung bewohnbar machen und die alte Wohnung renovieren. Mit letzterem fangen wir gleich schon an, zwischendurch muss ich aber auch dafür sorgen, dass die neue Wohnung möglichst schnell einen Telefon- (wurde wohl wegrenoviert) und einen Waschmaschinenanschluss (fehlt) bekommt. Morgen kommt hoffentlich auch das neue Schloss an die Wohnungstüre, damit wir uns nicht länger einen einzigen Schlüsselbund mit antiquierten Riesenschlüsseln teilen müssen. Und so schick es jetzt in meinem neuen Zimmer mit all den leeren Regalen aussieht — irgendwann sollte ich auch mal meine Kisten auspacken.

Aber so alles in allem sind wir recht glücklich mit der neuen Wohnung. Die viel kürzeren Wege zu den öffentlichen Verkehrsmitteln sind schon sehr komfortabel. Heute früh habe ich keine fünf Minuten zum Bus gebraucht, der mich dann in einer Viertelstunde bis direkt vor die Tür meines Arbeitgebers gefahren hat. Das bedeutet tendenziell mehr Schlaf, und den kann ich gerade ganz gut gebrauchen.

Was geht

Wednesday, March 14th, 2007

Die Tage sind gerade irgendwie immer sehr lang. Jedenfalls kommen sie mir so vor. In Sachen Umzug sieht es so aus: Montag war Schlüsselübergabe, gestern habe ich noch mal die Küche vermessen und wir puzzlen derzeit mit maßstabsgetreuen Grundrissen und kleinen schrankförmigen Schnipseln herum, wie wir alles unterbekommen wollen. Mein Zimmer ist jetzt auch fertig geplant und ich glaube, es wird schon schön. Meinen Schreibtisch habe ich (auf dem Papier) so hingestellt, dass ich aus dem Fenster schauen kann.

Freitag geht’s dann richtig los, wir haben einen Transporter gemietet und ziehen das dann hoffentlich soweit durch. Gestern war hier in der alten Wohnung eine Vor-Abnahme mit der Hausverwaltung, um zu klären, was hier renoviert werden muss. Wir kommen mit dem Neustreichen der Tapeten und Türen eigentlich ganz gut weg. Es muss nichts Größeres abgebaut oder erneuert werden, auch um die Fußböden müssen wir uns nicht kümmern.

Während ich das hier schreibe, hänge ich zum wiederholten Mal in der Warteschleife des Telekom-Kundendienstes. Alle 15 Minuten lege ich dann doch auf und versuch es nochmal. Vermutlich bin ich ab dem Wochenende kurzfristig nicht per Festnetz zu erreichen, wenn das so weitergeht. Außerdem wurde in der neuen Wohnung im Zuge der Renovierung wohl auch die Telefonanschlussdose wegrenoviert und ich werde wohl der Hausverwaltung in der Hinsicht jeden Tag aufs Neue auf den Keks gehen müssen.

C64 cakeVielen lieben Dank an alle Glückwünsche zum Geburtstag am Montag. Den supertollen C64-Kuchen hat Josi mir gebacken. Außerdem hab ich noch einen Hut und einen Nintendo-Gürtel bekommen. Von Katrin, Jan und Till gab’s den größten Keks der Welt (ca. 30 cm Durchmesser), von Josis Eltern einen schicken kleinen Akkuschrauber (schon gut im Einsatz beim Abbau hier). Zum Wohnungsbeschauen gab’s noch von Andi und Wencke Sekt und Blumen, von Oona eine leckere Sahne-/Blätterteig-Torte, von mond indische Süßigkeiten und Zahnpasta und bestimmt habe ich jetzt noch was vergessen. Danke!

So, jetzt hat mich die Telekom nach weiteren 15 Minuten Wartemusik aus der Leitung geworfen. Ich versuch’s gleich nochmal. Geht ja nicht anders.

2000 ist schon lange her

Friday, March 9th, 2007

Heute Vormittag haben wir den Mietvertrag unterschrieben. Halten wir noch eben fest, das Makler und co. verdammt linke Hunde sind, vergessen das aber einfach aus gesundheitlichen Gründen gleich wieder und freuen uns lieber über die neue Wohnung. Friedelstraße 12.

Beim Ausmisten und Kistenpacken habe ich noch einen Zettel von 2000 gefunden. Als es zwischenzeitlich so aussah, als ob mond und ich mit unserer Agentur lunique vielleicht Büroräume suchen sollten, hatten wir auch mal mit dem Gedanken gespielt, ein Internetcafé aufzumachen. Ich hatte mir notiert, was eine dicke Internetstandleitung damals kosten sollte. T-Interconnect mit 1,5 Mbit downstream (also Empfangsgeschwindigkeit). Bereitstellung knapp 1500 DM, monatlich 317,64 DM plus das Megabyte Traffic zu 0,0954 DM. Mit geschätzen 5 GB im Monat also knapp 800 DM, netto vermutlich.

Wie schön, dass heute meine zehnmal so schnelle Leitung inklusive allem (und Telefonflatrate) etwa 15% davon kostet.

Wohnung gefunden

Thursday, March 8th, 2007

Ich hab ganz vergessen, hier mal die aktuelle Lage zu schildern. Am Wochenende haben wir uns nämlich Wohnungen 5 bis 7 angesehen. 5 hatte gar keine echten drei Zimmer, sondern nur zwei und eine sehr große Dielen-Küchen-Wohnzimmer-Freifläche. Wohnung 6 ist sehr schön (drei fast gleichgroße Zimmer, Dielen, Stuck, Balkon, nette Lage), Wohnung 7 nicht so sehr, wäre aber auch für uns passend gewesen.

Also haben wir uns dann mal gleich für Nummer 3, 4, 6 und 7 beworben (ihr könnt mir noch folgen?). Montag gleich die Zusage für Nr. 6 (schön) und 4 (siehe letzten Eintrag) bekommen, falls wir schnell die Papiere besorgen.

Nach vier Tagen mit viel Korrespondenz, vor allem mit unseren Eltern, haben wir jetzt alles zusammen und morgen früh wird der Vertrag für unsere Nr. 6 unterschrieben. Auf unserer Rangliste war sie an zweiter Stelle; auf die tolle Wohnung in der Mariannenstraße hatten wir wohl keine Chance. Wer in Berlin wohnt, kann sich schon mal drauf gefasst machen, in der nächsten Woche in Sachen Umzug genötigt zu werden. Solange es noch online ist, kann man sich auch noch die Wohnungsannonce im Internet ansehen.

Wohnungssuche, nächster Teil

Friday, March 2nd, 2007

Heute haben wir Wohnungen Nummer 3 und 4 angesehen. (Wohnung 1 war ja schön, da haben sich die Vermieter aber leider nicht für uns entschieden, Wohnung 2 ging von den Zimmergrößen leider nicht). Beide in Kreuzberg.

Die erste liegt direkt am Landwehrkanal, in der Mariannenstraße gleich am Anfang des Paul-Lincke-Ufers. Tolle Lage. Der türkische Wochenmarkt am Dienstag und Freitag ist direkt vor der Tür. Lidl ist gegenüber. Tolle Wohnung. Mit 780 Euro inklusive allem leider auch 100 Euro über unserem Limit. Dafür hat sie vier Zimmer und eine riesige Wohnküche. Die Vermieter wollen eigentlich keine WG, aber wir könnten schon damit argumentieren, wie brav wir alle sind. Leider kann sich Katrin das größte Zimmer nicht leisten und im kleineren nicht alle ihre Möbel unterbringen… aber irgendwo muss man auch Zugeständnisse machen.

Die andere Wohnung heute liegt in der Oppelner Straße, also mitten im Wrangelkiez am Görlitzer Park. Wenn man aus dem 4. Stock runter ist, hat man auch schon fast die halbe Strecke zum Park hinter sich und auch zur U-Bahn ist es wirklich nicht weit. Sehr ruhige Straße in einer schönen Gegend. 680 Euro für alles. Aber ich befürchte, mit Zimmergrößen von 22, 21 und nur 11 Quadratmetern werden wir da nicht glücklich. Vor allem weil die erstgenannte Wohnung für „nur“ 100 Euro mehr schätzungsweise doppelt so hell und groß wirkt.

Morgen und Sonntag schauen wir uns noch zwei Wohnungen an, die ein Stück weiter in Neukölln liegen. Das wirkt sich deutlich auf die Mieten aus. Am Ende muss man halt abschätzen, ob einem die Lage oder der Preis wichtiger ist.

Ich glaub, ich muss Katrin bequatschen, dass man in einer Wohnung mit so schöner Wohnküche auch gar kein großes Zimmer braucht. =) Das vierte Zimmerchen, in das nur so Bett und Schrank passt, könnte man doch wechselnden Erasmus-Studentinnen anbieten, oder?