Archive for the ‘Gemecker’ Category

Handwerker!

Wednesday, September 3rd, 2008

Manchmal freut man sich ja über sehr einfache Sachen. Zum Beispiel über die Handwerker, die heute morgen auf einmal in unserer zukünftigen Wohnung auftauchten und, soweit wir das sehen konnten, auch schon das Badezimmerfenster ausgemessen haben (da kommt ein neues rein).

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber irgendwie hebt das die Stimmung ungemein, nachdem in den letzten zwei Wochen schon wieder unser bekanntes Gefühl einsetzte, dass viel zugesagt wird, aber dann nichts passiert. Hoffen wir, dass die Herren zügig arbeiten.

Diplomatie

Sunday, August 10th, 2008

Um mal eben den Stand der Dinge zu stenografieren:

  • Mieterschutzbund, bösen Brief mit Frist aufgesetzt
  • Dienstag: Brief per Einschreiben abgeschickt
  • Mittwoch: Brief angekommen
  • Donnerstag, 10 Uhr: Rückruf der Hausverwaltung, die sich entschuldigt und mitteilt, dass gestern abend die lang erwartete Freigabe der Gelder für die Renovierung von den Besitzern kam, Handwerker sind informiert und rücken nächsten Mittwoch an.

Und so ging es weiter

Friday, July 18th, 2008

Im Moment läuft die Kommunikation mit den Vermietern so: Ich rufe an, erkläre einem weiteren Mitarbeiter die Lage, der verspricht, sich zu kümmern und Rückmeldung zu geben. Das wiederholt man denn ein paar Tage lang. Natürlich ohne Rückruf.

Immerhin haben wir inzwischen herausgefunden, dass der eine uns bekannte Angestellte doch noch dort arbeitet. Hätte ja auch mal irgendwann anrufen können. So muss man wie üblich jede Info aktiv abfragen. Zwischendurch hieß es mal, Mitte August wäre man fertig. Natürlich glauben wir das nicht.

Das Beste kam heute per Post: Eine Mahnung über zwei nicht gezahlte Monatsmieten. Dazu muss man wissen: Der Vermieter hat eine Einzusgermächtigung für mein Konto. Die ist sogar Teil des Mietvertrags. Und zweitens: Hier in unserer Zwischenwohnung zahlen wir nur Nebenkosten. Wir schulden den Vermietern also nicht 1100, sondern 140 Euro. Und die hätten sie sich sogar selbst abbuchen dürfen.

Und jetzt gibt es auch noch Streß, weil sie uns nicht den vereinbarten Gasherd hinstellen wollen, sondern darauf bestehen, einen blöden Elektroherd (die von der einfachsten Sorte) einzubauen. Das sind Helden.

Ob das überhaupt noch was wird?

Monday, July 7th, 2008

Ich habe gerade drei Optionen:

  1. Am frühen Nachmittag anfangen zu trinken
  2. Dinge kaputthauen
  3. Manisch lachen, bis man mich abholt

Der Grund: Nachdem auf meine E-Mail an die Hausverwaltung von letzter Woche keine Antwort kam, habe ich heute nochmal angerufen. Telefonieren mache ich im Moment ungern, da in der Wohnung und im Hinterhof der Empfang unmöglich bis bescheiden ist. Also stelle ich mich zum Führen wichtiger Gespräche vors Haus. Das sieht sicher toll aus.

Aber zurück zum Anruf. Wir erinnern uns: Es gab einen Personalwechsel und infolgedessen war vor dem Umzugstermin plötzlich nicht mehr Herr E. zuständig, sondern Herr K.. Dumm gelaufen, aber die neuen Leute bemühten sich und so war ich ja auch letzten Monat in der Wohnung (ich berichtete) und alles sollte jetzt zügig weitergehen.

Herr K. hat meine E-Mail nicht beantwortet, weil Herr K. dort nicht mehr arbeitet. Das sagte mir die Person, die jetzt unter dieser Telefonnummer zu erreichen ist. Sie war zwar freundlich und verständnisvoll, schrieb sich auch alles auf, aber es sieht gerade mal wieder so aus, als würde man bei der ganzen Sache wieder bei Null anfangen müssen. Ich weiß nicht ganz, ob das überhaupt was wird mit der Renovierung, wenn man alle paar Wochen neue Mitarbeiter hat, die offensichtlich nicht wissen, was ihre Vorgänger noch an offenen Aufgaben hatten.

Seit meinem Besuch in der Wohnung vor vier Wochen steht dort übrigens ein Fenster auf. Passiert ist dort noch nichts.

Briefkästen

Wednesday, June 4th, 2008

Seit gestern haben wir immerhin jeder einen Schlüssel für die Wohnung. Nett auch, dass die zuständige Hauswärtin(?), also, ich meine, die Facility Managerin, dann gleich am Telefon sagte „Ich mach Ihnen dann auch Namensschilder an den Briefkasten und die Klingel.“ Gutes Angebot, hab ich aber schon am Umzugstag selbst gemacht. „Ja, ich hab so eine Beschriftungsmaschine, damit das einheitlich aussieht.“ Gutes Argument, allerdings sehen von den 35 Klingelschildern 33 unterschiedlich aus. Die drei gleich aussehenden sind von außen mit dem Namensaufkleber aus dem Nachsendeauftrags-Briefchen der Post beklebt. So hat sie denn auch eingesehen, dass das nicht nötig ist.

Nur den zweiten Briefkasten, den hat sie uns dann doch beschriftet. Dabei haben wir schon einen, nämlich den, der zur richtigen Wohnung gehört. Und so mußte ich leider das schöne einheitliche Schildchen aus der Beschriftungsmaschine, das einzige seiner Art, wieder entfernen, um dem Briefträger die Verwirrung zu ersparen und um nicht immer in zwei Kästen nachsehen zu müssen.

Ansonsten sind alle redlich bemüht, dass das mit der Wohnung was wird. Jedenfalls, wenn man darüber redet. Passieren tut indes noch nichts.

Wohnungsodyssee III

Monday, May 26th, 2008

Am Wochenende haben wir Josis Sachen rübergeschafft, die jetzt (inklusive neu gekaufter und noch verpackter Möbel) jetzt das kleinere der beiden Zimmer unserer Übergangswohnung füllen. Noch nicht ganz, aber ich weiß ehrlich auch gar nicht, wie da auch noch meine Sachen reinpassen sollen. Ich habe schon zehn große Kisten gefüllt und mein Zimmer sieht noch nicht viel leerer aus.

Vor allem nützt es ja nichts, die ganzen Regalinhalte vor die Möbel zu stellen, wenn wir dann beim zweiten Umzug in die richtige Wohnung ja eigenlich erst mal besagte Möbel aufbauen sollten (also als erstes brauchen), um sie dann füllen zu können.

Am blödesten ist natürlich das Sortieren in Dinge, die man erst mal akut nicht braucht und Sachen, an die man während der Übergangszeit ran muss. So gesehen sollte man sich vielleicht von allem in der ersten Kategorie trennen.

Plan für heute: Alles, was so lose herumfliegt, verpacken. Regale abbauen. Unverpackbare Sachen lieber schon mal selbst herübertragen, damit sich die tapferen Helfer am Mittwoch nicht beschweren.

Eher doof: Der Keller ist schon nicht so trocken, liegt vermutlich am schlechten Fußboden, durch den die Bodenfeuchtigkeit einfach hereinkommt. So richtig aufbewahren kann man da eigentlich nichts. Oder vielleicht lohnen sich hier mal diese Vakuum-Lagerverpackungen aus der Fernsehwerbung. (Falls es die noch gibt.)

Wohnungsodyssee

Wednesday, May 21st, 2008

Zum 1. Juni ziehe ich um, zusammen mit Josi in eine nette 77-m2-Wohnung mit Balkon. Das war jedenfalls der Plan.

Am 19. März haben wir die Wohnung besichtigt, zusammen mit dem Angestellten des Ingenieurbüros, die vom Hauseigentümer mit der Renovierung beauftragt wurde. Geplante Renovierungsarbeiten: Elektrik komplett neu, neue Fußböden und natürlich alle Wände frisch gestrichen. Außerdem: Trennwand zwischen Speisekammer und Bad abreißen, dadurch das Bad vergrößern und komplett neu machen, sowie Einbau einer Küchenzeile und Renovierung der Küche. Das war auch schon alles fertig geplant, weil es schon mal einen Interessenten für die Wohnung gab, der denn kurzfristig abgesagt hätte.

So fein hätten wir es gar nicht gebraucht, aber da das die Bedingungen des Eigentümers waren, dachten wir, dass so eine schicke frische Wohnung ja auch nicht schlecht sei. Unser Wunscheinzugstermin 1. Mai war dadurch aber nicht zu halten, weil die fünf Wochen bis dahin nicht für die Arbeiten ausreichten. „Allein die Küche zu bestellen, dauert ja acht bis zehn Wochen.“, hieß es.

Okay, also Einzugstermin 1. Juni, zum Glück ließ Josis Vermieter da noch mit sich reden. Dem Ingenieur und dem Makler hatten wir kurz nach der Besichtigung schon unsere mündliche Zusage gegeben, die Renovierung konnte also starten; wenn nicht für uns, dann doch für den nächsten potentiellen Mieter.

Am 11. April traten wir dann zur Unterzeichnung des Mietvertrags an. Noch sieben Wochen bis zum Einzugstermin. Dem Renovierbeauftragten teilten wir das auch gleich noch per Mail mit, damit da kein Zweifel besteht, dass zum 1. Juni eingezogen wird.

Der war in den folgenden Wochen schwer zu erreichen, dabei wollten wir doch nur nachfragen, wie die Renovierung lief. Er hatte uns bei der Besichtigung schon gesagt, dass wir als künftige Mieter bei Detailfragen ein wenig mitbestimmen könnten; etwa, ob wir eine Wanne oder Dusche im Bad wollten oder ob eine andere Farbe als weiß an die Wände sollte. Wenn man ihn erreichte, waren irgendwelche Pläne gerade bei einem Architekten oder noch nicht fertig.

Vor zwei Wochen hieß es dann, als man endlich mal wieder telefonierte, die Planung sei jetzt endlich fertig. „Sie ziehen zum 1. Juni ein? Hm.“ Die Küche werde auf keinen Fall fertig sein. „Die zu bestellen, dauert ja allein acht bis zehn Wochen.“ Ach. Der Rest jedoch werde bezugsfertig sein.

Trotzdem mußten wir ein wenig weiterdrängen, um einigermaßen rechtzeitig zu erfahren, wann dann Wohnungsübergabe sei. Theroretisch müßten wir die Schlüssel ja auch nur bis zum 31. Mai abends bekommen, aber dann einen Umzug in Nullzeit durchzuführen, geht ja auch nicht. Da es sich bei der Arbeitsgeschwindigkeit der Beteiligten aber abzeichnete, dass diese tendenziell tatsächlich bis zum letzten Moment renovieren würden, bestanden wir darauf, zum 30. in die Wohnung zu kommen, um den 31. Mai noch für letzte Arbeiten in Josis alter Wohnung zu haben.

Es gab ein Hin und Her am Telefon, bei dem ich auch noch mal den Makler anrief, um seine Meinung zu erfahren. Der empfahl mir, den Ansprechpartner der Hausverwaltung anzurufen. Der zeigte sich wiederum überrascht, einerseits weil er die von ihm beauftragte Ingenieurfirma zuverlässig einschätzte, andererseits weil er meinte, nicht er, sondern der Makler sei bis zum Einzug federführend verantwortlich.

Dieser, der sich wirklich ehrlich bemüht in dem ganzen Spektakel, schlägt nun vorgestern folgendes vor: Es gibt in dem Wohnhaus noch eine zweite leerstehende Wohnung, die könnte man vor dem 1. Juni quasi als Zwischenlager benutzen, um Josis Möbel dort unterzustellen, bis wir sie dann zum 1. Juni in die richtige Wohnung bringen könnten. Fanden wir einen akzeptablen Kompromiss, nicht weil das jetzt unsere Wunschidee gewesen wäre, aber immer noch besser als auf die letzten zwei Tage im Monat Umzug und Anstreicharbeiten in der alten Wohnung zu machen. So können wir erst mal die Möbel wegbewegen, in Ruhe Josis Wohnung leeren und streichen und dann in Ruhe ein Wochenende danach wirklich umziehen.

Die Idee mutierte wohl über Nacht bei den Verantwortlichen, getragen von der Erkenntnis: Die Wohnung wird doch nicht zum 1. Juni fertig. (Tusch!) Also: Die andere leerstehende Wohnung (Hinterhaus, kein Balkon, alles andere noch unklar) wird nicht nur Möbellager vor dem 1. Juni, sondern auch erst mal Übergangswohnung nach dem 1. Juni. Groß auspacken werden wir dort wohl nicht, Telefon und Internet kann man sicher auch vergessen. Wann wir dann in die Wohnung können, zu der wir einen Mietvertrag haben, wissen wir noch nicht.

Natürlich sitzen wir nicht ohne Dach da und wir werden garantiert auch für diese Zwischenunterkunft so wenig bezahlen, wie wir durchsetzen können. Aber am Umziehen hängen ja nicht nur praktische Fragen, wie die, wann man den Umzugswagen mieten muss oder welcher Schrank wohin kommt. Es sind auch Träume damit verbunden, wie zum Beispiel im Sommer auf dem eigenen Balkon zu sitzen und sich nach und nach die Wohnung nach den eigenen Wünschen einzurichten. Da hat man seit Wochen Bilder im Kopf, die alle auf den 1. Juni projiziert werden. Dass das nun weiter verschoben wird, ist das eigentlich Traurige an der Sache.

Junge Menschen heute (I)

Sunday, March 30th, 2008

Wir sind ja schon fast wieder zu alt, aber bei den jungen Leuten von heute, für die das Internet schon immer da war, gibt es sicher schon neue Tricks, um bei der jeweils umworbenen Person gut anzukommen. Ich stelle mit z. B. vor, dass man auf seinem Computer, auf stumm geschaltet, die Lieblingsmusik des Anderen abspielt, um bei last.fm eine hohe Übereinstimmung zu generieren. Das war früher schwieriger.

Keine Schokolade

Sunday, March 16th, 2008

Es ist Sonntag, ich habe keine Schokolade im Haus und leider hat mir auch niemand welche zum Geburtstag geschenkt. Daher betone ich noch einmal: Ich mag Schokolade. Der nächste Geburtstag ist noch hin, aber hin und wieder möchte man ja einem lieben Menschen einfach so mal etwas schenken.

Auto hört auch mit „au“ auf

Saturday, October 27th, 2007

Mein Auto ist verkauft. Hoffe ich. Eine Anzahlung und ein unterschriebener Kaufvertrag liegen hier, trotzdem bin ich noch nicht so ganz sicher.

Aus Zufall wurde genau heute die Anzeige in der WZ geschaltet, während ich zwei Tage zu Omas 85. Geburtstag daheim bin. Der erste Anruf ging um 6.30 Uhr morgens ein. Samstags. Zwei libanesische Autohändler riefen seitdem abwechselnd alle fünf Minuten an, um mich darauf einzuschwören, den Wagen ja nicht jemand anderem zu verkaufen, bevor sie eintreffen und um ein fünftes oder zehntes Mal die Adresse genannt zu bekommen. Dass sie dann beide zeitgleich eintrafen, sich kannten und gleich gemeinsam auf arabisch diskutierten, wirkte da nur noch leicht verwirrend.

Danke, Papa, dass du die Verhandlungen und den Papierkram erledigt hast. Ich glaube der ganzen Aktion zwar erst, wenn echtes Geld unwiderruflich auf irgendeinem Konto eingegangen ist (ich bin sicher, da wird es trotz Vertrag noch Versuche von Nachverhandlungen beim Abholen am Montag geben), aber, inschallah, war’s das jetzt.