Archive for the ‘Gemecker’ Category

Guten Abend

Tuesday, October 16th, 2007

Ohne das Klischee vom faulen Studenten allzusehr strapazieren zu wollen; ich halte es für legitim, wenn der Tagesablauf aufgrund sinnvoller Planungen hin und wieder so aussieht, dass man erst am Nachmittag Termine außer Haus wahrnimmt. Wenn man dann aber sowohl im Getränkemarkt (16:45) als auch in der Drogerie (17:10) mit „Schönen Abend noch“ verabschiedet wird, obwohl man im Kopf noch so vormittaglich gestimmt ist, ist das schon störend.

Not my UK tour. part one.

Saturday, September 15th, 2007

As you might or might not know, I spontaneously found myself joining Theresa’s one week tour of England. This is some sort of diary.

day 1: friday, sept 14.

location: hamburg, street, street, street, leeds
shirt: commodore
mood: sleepy

Yesterday had Theresa and me travelling from Berlin to Benni’s flat in Hamburg. Nice people and beer there, something I think will be the standard situation for the next eight days.

After something like four hours of uncomfortable sleep we embarked on a seven hour drive to Hoek van Holland to get onto the ferry leaving at 2:45 pm. Soundtrack: Death in Vegas, Die goldenen Zitronen, Jose Gonzales, Kid606, Autreche, The Beach Boys.

Another seven hours aboard the ferry had us watching the Simpsons Movie at the ferry’s own cinema and passing some more time sitting on the floor and playing an unscripted little concert, Theresa on the guitar, me on my laptop, all connected to the small battery powered guitar amp. Surprisingly, nobody told us to stop although we were sitting right in front of the passenger cabins where people most likely tried to sleep.

Arrived in Harwich at about 9 pm local time. Five more hours of driving, all done by brave Benni with support by plenty of caffeine (and me, I hope). Soundtrack: Sex Pistols, Reef the lost cauze, Themselves, Tunng, Modest Mouse, André Galluzzi.

Only two detours due to construction work on our way to Leeds. Some confused time searching for Paul’s (the tour’s promoter’s) house. First impression of his neighbourhood: A group of young men hurled these plastic fence poles of a roadside construction site at the car driving right ahead of us. Finally arrived at Paul’s house. Had some not-quite-cold cans of not-quite-good Heineken beer we bought on the ferry. Finally, nice and comfy bed and sleeping bags waiting for us after being awake for 24 hours and 10 minutes. End of day one.

Things learned:

  • Panic about driving on the left side on the streed subsides after an hour (at least for me in the passenger seat–I’ll have to confirm that driving myself tomorrow).
  • You can be dead tired after a day of basically sitting around (if it involves three countries, 13 hours on the road and 7 hours on a ferry).
  • It is impossible to read street signs in England in the dark while driving by if you only have a faint idea where exactly you are going.
  • I seem to have a completely different musical socialization compared to Benni and Theresa. I knew the names of about 50% the bands we listened to in the car and had heard maybe 5% of it before.

Eines ist doch sicher

Monday, August 6th, 2007

ich mag: „Neues vom Trickser“ von Tocotronic

ich mag nicht: DVDs ohne Untertitel (aktuell: Life on Mars. Manchester. 1973. Nuscheln.)

Erwachsenenbildung

Sunday, July 1st, 2007

In welchen anderen Ländern außer unserem gilt Unkenntnis eigentlich auch als Zierde? Wenn Kinder fragen, sollten Politiker lieber nicht antworten, wie man in diesem Video sieht. (via netzpolitik)

Dazu passend, aber sehr lang und schon etwas älter: Thomas Knüwer über die Generation Web 0.0.

All work and no play

Saturday, June 16th, 2007

Die Zeit vergeht wie im Flug, aber leider bin ich Pilot und Stewardess auf einmal. Aber es geht mir gut.

Trotz Zeitmangel entstand aus einem spontanen Bedürfnis heraus vor einigen Tagen das kreuzkölln alias reuterkiez-blog.

Viel Ruhm, wenig Bier

Sunday, May 20th, 2007

Das war ja ganz nett gestern. Auch wenn ich eigentlich keine Lust auf so einen Getränkemurks habe — wenn man schon umsonst auflegt, dann ist es unverschämt, mit einem(!) Freigetränk für den ganzen Abend abgespeist zu werden. Vor allem bei 30 °C Temperatur und stehender Luft. Kollege Wombat hat dann noch diplomatisch für jeden ganze drei kleine Biere/Limos bekommen, aber das Gezeter darum ist schon peinlich.

Ich bediene die Schallplattenspieler im Eel Pie. Foto von Olivia

Danke an Olivia für das Foto.

Apokalyptische Springreiter

Saturday, May 12th, 2007

Das Thema Nebenjob wollte ich eigentlich hier ganz herauslassen, aber im Moment geht es heiß her bei WELT DEBATTE, wo ich im Moderationsteam arbeite. Grund dafür ist eine nicht gerade zimperliche Polemik des WELT-Kommentarchefs Alan Posener auf Kosten des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann.

Posener schreibt in seinem Blog Apocalypso auf WELT DEBATTE ja so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Auch in der Zeitung selbst ist er ja als Kommentarchef stärker für meinungsgefärbte Inhalte zuständig als andere. Keine schlechte Sache: Die Textform „Kommentar“ ist ja aus der Presse nicht mehr wegzudenken und viele schlagen sicher auch morgens als erstes die „Seite 3″ (die bei der WELT auf Seite 8 ist) auf. Ein Blog ist für Posener also der ideale Entfaltungsort – hier darf die reine Meinung rein und auch der Mittelsmann „Chefredakteur“ bleibt außen vor.

Zumindest theoretisch. Posener hat seinen Beitrag „Wir sind Papst!“ dienstags abends ins System gestellt. Ich und viele andere haben ihn am Mittwoch früh gelesen. Ich war angenehm überrascht; es ist einfach auch mal schön, neben vielen dahinplätschernden Wischi-Waschi-Blogs im Internet auch mal lesen zu können, wenn jemand auf die Kacke haut. Und dazu noch auf der Plattform seines Arbeitgebers, dessen Lieblingskind hier kritisiert wird. Ich war erfreut, weil ich mich auf die sicher folgende Diskussion eingestellt hatte. Bald würden sicher zustimmende und kritische Kommentare der Leser folgen, im Büro würde man jeden begrüßen mit „Hast du schon Poseners neuen Text gelesen?“. Es gäbe sicher auch Anerkennung für den Verlag, sich selbst der Kritik zu stellen.

Wie man weiß, kam es ja anders. Am Vormittag klingelte bei der Kollegin das Telefon, ein Gespräch, das nur einige Sekunden dauerte. Dann war Poseners Artikel offline. Ein gefundenes Fressen für Bildblog und viele andere Medienblogs. Vor allem, weil besagte Polemik natürlich sofort wieder im Netz auftauchte. Daten, die einmal sichtbar waren, gehen eben nie ganz verloren. Ein bißchen zynisch, dass Poseners vorheriger Blogeintrag wieder ganz nach oben rutscht: „Wozu Zensur gut ist“ – dabei ging es darum, ob und warum Leserkommentare von den Moderatoren gelöscht werden. Eine andere Ebene, aber vielleicht auch doch dasselbe Problem, wenn im neuen Web die Rollen nicht mehr so klar trennbar sind. Und ich als Moderator kann mich da natürlich nicht herausnehmen.

Posener

Was lernen wir daraus? Springer hat vielleicht erst mal eine Chance vertan. Poseners Artikel ist nun mal nicht mehr zu verstecken, also hätte man im Hause die Zähne zusammenbeißen und seinen Stolz herunterschlucken können und vermutlich auch noch Lob eingefahren, einen selbstkritischen Diskurs offen zu führen. Der Kollege Peter Schink, der hinter dem ganzen Konzept von WELT DEBATTE steht, bloggt privat entsprechend auch:

Doch was sollte mit der Löschung des Postings bezweckt werden? Wenn der Zweck war, ein deutliches Statement abzugeben, dass Welt-Autoren nichts böses über Bild schreiben dürfen, hat es funktioniert. [...] Web 2.0 ist ein komplexes Konstrukt. Und ein Vorgehen wie das gestrige wird schnell bestraft und dient nicht gerade dazu, „Online first“ zu leben und den Verlag im Internet nach vorn zu bringen. (Blog Age)

Genau da könnte auch eine neue Chance liegen: Wenn man dadurch erkennt, dass das ganze Web-2.0-Ding doch nicht so einfach ist. Den Benutzern (und damit meine ich sowohl die bezahlten Schreiber wie Posener als auch die kommentierenden Leser) eine schicke Plattform hinzuwerfen und davon auszugehen, dass alles sich quasi-automatisch nach den eigenen Spielregeln entwickelt, funktioniert ja so nicht. Ich hoffe, das führt hier im Hause nicht dazu, dass man nach gegebener Zeit das Projekt als gescheitert betrachtet. Klar prallen hier zwei Welten aufeinander. Aber es wäre falsch zu erwarten, dass sich dieses Internetdings mit der Zeit schon an die eigene Linie anpassen wird. WELT DEBATTE hat sein erstes kleines Skandälchen. Ich hoffe, der kurze unangenehme Realitätsabgleich erweist sich als hilfreich für die Zukunft.

Eine kleine Medienschau gibts bei Tim Bonnemann, der dankenswerterweise als erster versucht, die Debatte auch auf „DEBATTE“ zu führen.

Ja, Mai.

Wednesday, May 2nd, 2007

Bezeichnend mal wieder, wie in Bezug auf den 1. Mai in Berlin von manchen Medien die Sensation gesucht wird, auch wenn sie gar nicht da ist. Mein Frühschicht-Medienkonsum aus „Welt“ und der im selben Hause erscheinenden „B.Z.“ (sowie den Frühstücksfernsehberichten im Ersten und Sat.1, respektive) zeigt: Seriösen Medien ist es eine kurze Meldung wert, die sich in etwa als „Krawall ja, aber es wird immer weniger; nix Besonderes passiert“ zusammenfassen läßt.

Die Sensationspresse von Springer und das Privatfernsehen dagegen wollen’s gern plakativ und so war der Sat.1-Studiomoderator nach seiner geifernd anklagenden Frage an den Außenreporter sichtlich enttäuscht, dass der nur vermelden konnte, dass das Chaos äußerst harmlos ausgefallen war. Die „B.Z.“ schafft es, sich in springerscher Überheblichkeitstradition über Schaulustige zu mokieren, die am Kneipenfenster die Auseinandersetzungen verfolgten (“Na, wie schmeckt das Bier beim Krawallgucken?“), natürlich nicht, ohne selbst die schönsten Farbfotos in Überlebensgröße abzubilden.

Beste Bildunterschrift: Welt Online schreibt zu diesem Bild hier: „Der Mann mit Irokesenfrisur weiß offensichtlich nicht, dass Einkaufswagen nicht brennen.“

Heut‘ mal nix.

Tuesday, April 24th, 2007

Ich könnte ja auch mal was Interessantes schreiben, über die neue Wohnung und so und dass es hier im Reuterkiez total dufte ist. Mach ich auch noch. Einstweilen noch etwas Kokolores. Beim Lidl haben sie schon die neu designten Schwip-Schwap-Flaschen. Bei Plus sind noch Reste mit dem alten Logo:

Schwip-Schwap

Die Lidl-Flasche hat aber noch das alte Logo auf dem Verschluss, die Plus-Flasche schon das Neue. Komisch.

Schwip-Schwap

Sonst ist heute nix in Berlin passiert. Aber ich muss endlich mal dem Galinski danken, für das schöne Max-Goldt-Buch, dass mich als Geburtstagsgeschenk schon vor einiger Zeit erreichte und mit dem ich mir gerade die U-Bahn-Fahrten aufheitere. Sehr schön. Danke schön.

Müllverbrennung und obligatorischer Eisbären-Content

Tuesday, March 27th, 2007

Als wir gestern ein Auto komplett voll mit Holzresten von ehemaligen Küchenschränken und Wandverkleidungen gepackt hatten und endlich losgefahren waren, bemerkten wir den komischen Rauch in Richtung unseres Weges. Mein Scherz, dass es ja wohl nicht genau bei der BSR brennen würde, wenn wir Müll dort abgeben wollten, war gerade eine Minute verklungen, als im Radio gemeldet wurde, dass genau das der Fall sei. Nach Verkehrschaos und Wendemanövern haben wir es dann um kurz vor 19 Uhr noch geschafft, den ganzen Schrott am BSR-Verwertungshof am Südkreuz abzuladen. Tolles Timing, Fortuna.

Noch eine unwichtige Anekdote: Letzte Woche überlegten wir auf Arbeit noch, was interessante Diskussionsthemen für die Internetseite sein könnten. Der Vorschlag „Knut“ wurde abgelehnt, weil all der Eisbärenzirkus ja nur ein Berliner Lokalthema sei und man gar nicht wisse, ob man in der gesamten Republik schon Notiz genommen hatte. Hatte man aber wohl, wie wir dann am nächsten Tag an der Bild-Ente sehen konnte. Die hat es ja bis in den Colbert Report geschafft.

Wie man sieht, passiert nichts spannendes. Morgens wird renoviert, abends moderiert oder umgekehrt. Schade um das schöne Wetter.