Ob das überhaupt noch was wird?

July 7th, 2008

Ich habe gerade drei Optionen:

  1. Am frühen Nachmittag anfangen zu trinken
  2. Dinge kaputthauen
  3. Manisch lachen, bis man mich abholt

Der Grund: Nachdem auf meine E-Mail an die Hausverwaltung von letzter Woche keine Antwort kam, habe ich heute nochmal angerufen. Telefonieren mache ich im Moment ungern, da in der Wohnung und im Hinterhof der Empfang unmöglich bis bescheiden ist. Also stelle ich mich zum Führen wichtiger Gespräche vors Haus. Das sieht sicher toll aus.

Aber zurück zum Anruf. Wir erinnern uns: Es gab einen Personalwechsel und infolgedessen war vor dem Umzugstermin plötzlich nicht mehr Herr E. zuständig, sondern Herr K.. Dumm gelaufen, aber die neuen Leute bemühten sich und so war ich ja auch letzten Monat in der Wohnung (ich berichtete) und alles sollte jetzt zügig weitergehen.

Herr K. hat meine E-Mail nicht beantwortet, weil Herr K. dort nicht mehr arbeitet. Das sagte mir die Person, die jetzt unter dieser Telefonnummer zu erreichen ist. Sie war zwar freundlich und verständnisvoll, schrieb sich auch alles auf, aber es sieht gerade mal wieder so aus, als würde man bei der ganzen Sache wieder bei Null anfangen müssen. Ich weiß nicht ganz, ob das überhaupt was wird mit der Renovierung, wenn man alle paar Wochen neue Mitarbeiter hat, die offensichtlich nicht wissen, was ihre Vorgänger noch an offenen Aufgaben hatten.

Seit meinem Besuch in der Wohnung vor vier Wochen steht dort übrigens ein Fenster auf. Passiert ist dort noch nichts.

So sah es also aus

June 11th, 2008

Ich war eben in unserer neuen Wohnung. Nur eine halbe Stunde, aber immerhin. Die neuen Verantwortlichen bei der Gesellschaft haben den bisherigen Renovierern wohl den Auftrag entzogen und zeigen die Wohnung heute mehreren Handwerkern, die dann sehr zeitnah ein Angebot abgeben sollen, dann geht es los. Auf jeden Fall wird man im Juli fertig, heißt es.

War vielleicht ganz gut, dass ich da war, so konnte ich dann entscheiden, wo die Badewanne stehen soll (von den drei Varianten war eigentlich auch nur eine sinnvoll). Ansonsten war mein Eindruck überwiegend positiv, auch wenn man merkt, dass man hin und wieder die Überlegungen der Verantwortlichen beschleunigen kann, indem man z. B. darauf hinweist, dass die Kaltwasserzuleitung, die da gerade besprochen wird, gar keine ist, sondern der Drucküberlauf der Heizung. Na, mal sehen.

Ansonsten schön, nochmal die Wohnung überhaupt zu sehen (das letzte Mal war schließlich im März!). Jetzt weiß ich auch, in welche Richtung meine Zimmertür öffnet (das hatte ich mir nämlich damals nicht gemerkt). Das klingt erst einmal unwichtig; je nachdem, was an der Wand neben der Tür stehen soll, ist es aber doch nicht ganz egal.

Das Fenster „meines“ Zimmers hat in den alten Scheiben an zwei Stellen so eine Art Blasen, die wie kleine Linsen wirken. Ich hoffe, die tauschen sie nicht aus. Das hat was charmantes und ich kann mir vorstellen, wie Kinder von sowas fasziniert sind und sich den Himmel und die gegenüberliegende Hauswand durch diese kleinen Verzerrungen ansehen. Also, das hab ich jedenfalls eben gemacht.

Briefkästen

June 4th, 2008

Seit gestern haben wir immerhin jeder einen Schlüssel für die Wohnung. Nett auch, dass die zuständige Hauswärtin(?), also, ich meine, die Facility Managerin, dann gleich am Telefon sagte „Ich mach Ihnen dann auch Namensschilder an den Briefkasten und die Klingel.“ Gutes Angebot, hab ich aber schon am Umzugstag selbst gemacht. „Ja, ich hab so eine Beschriftungsmaschine, damit das einheitlich aussieht.“ Gutes Argument, allerdings sehen von den 35 Klingelschildern 33 unterschiedlich aus. Die drei gleich aussehenden sind von außen mit dem Namensaufkleber aus dem Nachsendeauftrags-Briefchen der Post beklebt. So hat sie denn auch eingesehen, dass das nicht nötig ist.

Nur den zweiten Briefkasten, den hat sie uns dann doch beschriftet. Dabei haben wir schon einen, nämlich den, der zur richtigen Wohnung gehört. Und so mußte ich leider das schöne einheitliche Schildchen aus der Beschriftungsmaschine, das einzige seiner Art, wieder entfernen, um dem Briefträger die Verwirrung zu ersparen und um nicht immer in zwei Kästen nachsehen zu müssen.

Ansonsten sind alle redlich bemüht, dass das mit der Wohnung was wird. Jedenfalls, wenn man darüber redet. Passieren tut indes noch nichts.

Wohnungsodyssee III

May 26th, 2008

Am Wochenende haben wir Josis Sachen rübergeschafft, die jetzt (inklusive neu gekaufter und noch verpackter Möbel) jetzt das kleinere der beiden Zimmer unserer Übergangswohnung füllen. Noch nicht ganz, aber ich weiß ehrlich auch gar nicht, wie da auch noch meine Sachen reinpassen sollen. Ich habe schon zehn große Kisten gefüllt und mein Zimmer sieht noch nicht viel leerer aus.

Vor allem nützt es ja nichts, die ganzen Regalinhalte vor die Möbel zu stellen, wenn wir dann beim zweiten Umzug in die richtige Wohnung ja eigenlich erst mal besagte Möbel aufbauen sollten (also als erstes brauchen), um sie dann füllen zu können.

Am blödesten ist natürlich das Sortieren in Dinge, die man erst mal akut nicht braucht und Sachen, an die man während der Übergangszeit ran muss. So gesehen sollte man sich vielleicht von allem in der ersten Kategorie trennen.

Plan für heute: Alles, was so lose herumfliegt, verpacken. Regale abbauen. Unverpackbare Sachen lieber schon mal selbst herübertragen, damit sich die tapferen Helfer am Mittwoch nicht beschweren.

Eher doof: Der Keller ist schon nicht so trocken, liegt vermutlich am schlechten Fußboden, durch den die Bodenfeuchtigkeit einfach hereinkommt. So richtig aufbewahren kann man da eigentlich nichts. Oder vielleicht lohnen sich hier mal diese Vakuum-Lagerverpackungen aus der Fernsehwerbung. (Falls es die noch gibt.)

Wohnungsodyssee II

May 23rd, 2008

Heute früh den Schlüssel zur Ersatzwohnung bekommen. Soweit okay, keine schlechte Wohnung, nur halt etwas abgewohnt (Wände und Fußböden könnten Pflege gebrauchen, Küche neue Möbel), so übliche Berlin-Friedrichshainer WG-Qualität. Positiv: Bad recht neu, Keller haben wir auch bekommen, bis zum Umzug in die richtige Wohnung nur Nebenkosten zahlen (70 Euro pauschal).

Trotzdem doof. Vor allem: Der zuständige Mitarbeiter bei der Hausverwaltungsgesellschaft (der das Haus gehört) ist seit kürzlich nicht mehr dort beschäftigt. Je nachdem wie plötzlich das kam, kann es natürlich sein, dass ihm nicht alles im Job mehr so wichtig war. Sprich: Kein Ansprechpartner mehr und fast keiner, der den Renovierern auf die Füße tritt. Gutes Timing.

Der Zwischennutzungsvertrag ist auf drei Monate befristet. Hoffentlich nimmt das niemand als akzeptablen Arbeitszeitraum an.

Ansonsten pack ich schon mal unwichtigere Dinge ein und versteigere noch Zeug bei ebay. Morgen Umzug des weiblichen Besitzes. Wer so Montag und Mittwoch Zeit hat, kann mir gerne stundenweise beim Umziehen helfen.

Wohnungsodyssee

May 21st, 2008

Zum 1. Juni ziehe ich um, zusammen mit Josi in eine nette 77-m2-Wohnung mit Balkon. Das war jedenfalls der Plan.

Am 19. März haben wir die Wohnung besichtigt, zusammen mit dem Angestellten des Ingenieurbüros, die vom Hauseigentümer mit der Renovierung beauftragt wurde. Geplante Renovierungsarbeiten: Elektrik komplett neu, neue Fußböden und natürlich alle Wände frisch gestrichen. Außerdem: Trennwand zwischen Speisekammer und Bad abreißen, dadurch das Bad vergrößern und komplett neu machen, sowie Einbau einer Küchenzeile und Renovierung der Küche. Das war auch schon alles fertig geplant, weil es schon mal einen Interessenten für die Wohnung gab, der denn kurzfristig abgesagt hätte.

So fein hätten wir es gar nicht gebraucht, aber da das die Bedingungen des Eigentümers waren, dachten wir, dass so eine schicke frische Wohnung ja auch nicht schlecht sei. Unser Wunscheinzugstermin 1. Mai war dadurch aber nicht zu halten, weil die fünf Wochen bis dahin nicht für die Arbeiten ausreichten. „Allein die Küche zu bestellen, dauert ja acht bis zehn Wochen.“, hieß es.

Okay, also Einzugstermin 1. Juni, zum Glück ließ Josis Vermieter da noch mit sich reden. Dem Ingenieur und dem Makler hatten wir kurz nach der Besichtigung schon unsere mündliche Zusage gegeben, die Renovierung konnte also starten; wenn nicht für uns, dann doch für den nächsten potentiellen Mieter.

Am 11. April traten wir dann zur Unterzeichnung des Mietvertrags an. Noch sieben Wochen bis zum Einzugstermin. Dem Renovierbeauftragten teilten wir das auch gleich noch per Mail mit, damit da kein Zweifel besteht, dass zum 1. Juni eingezogen wird.

Der war in den folgenden Wochen schwer zu erreichen, dabei wollten wir doch nur nachfragen, wie die Renovierung lief. Er hatte uns bei der Besichtigung schon gesagt, dass wir als künftige Mieter bei Detailfragen ein wenig mitbestimmen könnten; etwa, ob wir eine Wanne oder Dusche im Bad wollten oder ob eine andere Farbe als weiß an die Wände sollte. Wenn man ihn erreichte, waren irgendwelche Pläne gerade bei einem Architekten oder noch nicht fertig.

Vor zwei Wochen hieß es dann, als man endlich mal wieder telefonierte, die Planung sei jetzt endlich fertig. „Sie ziehen zum 1. Juni ein? Hm.“ Die Küche werde auf keinen Fall fertig sein. „Die zu bestellen, dauert ja allein acht bis zehn Wochen.“ Ach. Der Rest jedoch werde bezugsfertig sein.

Trotzdem mußten wir ein wenig weiterdrängen, um einigermaßen rechtzeitig zu erfahren, wann dann Wohnungsübergabe sei. Theroretisch müßten wir die Schlüssel ja auch nur bis zum 31. Mai abends bekommen, aber dann einen Umzug in Nullzeit durchzuführen, geht ja auch nicht. Da es sich bei der Arbeitsgeschwindigkeit der Beteiligten aber abzeichnete, dass diese tendenziell tatsächlich bis zum letzten Moment renovieren würden, bestanden wir darauf, zum 30. in die Wohnung zu kommen, um den 31. Mai noch für letzte Arbeiten in Josis alter Wohnung zu haben.

Es gab ein Hin und Her am Telefon, bei dem ich auch noch mal den Makler anrief, um seine Meinung zu erfahren. Der empfahl mir, den Ansprechpartner der Hausverwaltung anzurufen. Der zeigte sich wiederum überrascht, einerseits weil er die von ihm beauftragte Ingenieurfirma zuverlässig einschätzte, andererseits weil er meinte, nicht er, sondern der Makler sei bis zum Einzug federführend verantwortlich.

Dieser, der sich wirklich ehrlich bemüht in dem ganzen Spektakel, schlägt nun vorgestern folgendes vor: Es gibt in dem Wohnhaus noch eine zweite leerstehende Wohnung, die könnte man vor dem 1. Juni quasi als Zwischenlager benutzen, um Josis Möbel dort unterzustellen, bis wir sie dann zum 1. Juni in die richtige Wohnung bringen könnten. Fanden wir einen akzeptablen Kompromiss, nicht weil das jetzt unsere Wunschidee gewesen wäre, aber immer noch besser als auf die letzten zwei Tage im Monat Umzug und Anstreicharbeiten in der alten Wohnung zu machen. So können wir erst mal die Möbel wegbewegen, in Ruhe Josis Wohnung leeren und streichen und dann in Ruhe ein Wochenende danach wirklich umziehen.

Die Idee mutierte wohl über Nacht bei den Verantwortlichen, getragen von der Erkenntnis: Die Wohnung wird doch nicht zum 1. Juni fertig. (Tusch!) Also: Die andere leerstehende Wohnung (Hinterhaus, kein Balkon, alles andere noch unklar) wird nicht nur Möbellager vor dem 1. Juni, sondern auch erst mal Übergangswohnung nach dem 1. Juni. Groß auspacken werden wir dort wohl nicht, Telefon und Internet kann man sicher auch vergessen. Wann wir dann in die Wohnung können, zu der wir einen Mietvertrag haben, wissen wir noch nicht.

Natürlich sitzen wir nicht ohne Dach da und wir werden garantiert auch für diese Zwischenunterkunft so wenig bezahlen, wie wir durchsetzen können. Aber am Umziehen hängen ja nicht nur praktische Fragen, wie die, wann man den Umzugswagen mieten muss oder welcher Schrank wohin kommt. Es sind auch Träume damit verbunden, wie zum Beispiel im Sommer auf dem eigenen Balkon zu sitzen und sich nach und nach die Wohnung nach den eigenen Wünschen einzurichten. Da hat man seit Wochen Bilder im Kopf, die alle auf den 1. Juni projiziert werden. Dass das nun weiter verschoben wird, ist das eigentlich Traurige an der Sache.

Sonne!

April 28th, 2008

Jaja, sehr egozentrisch. Aber nur hier im Blog gibt es die offiziell lizenzierten Philip-Fotos.

Junge Menschen heute (I)

March 30th, 2008

Wir sind ja schon fast wieder zu alt, aber bei den jungen Leuten von heute, für die das Internet schon immer da war, gibt es sicher schon neue Tricks, um bei der jeweils umworbenen Person gut anzukommen. Ich stelle mit z. B. vor, dass man auf seinem Computer, auf stumm geschaltet, die Lieblingsmusik des Anderen abspielt, um bei last.fm eine hohe Übereinstimmung zu generieren. Das war früher schwieriger.

Schmeckt irgendwie tragisch

March 29th, 2008

Ich kann nicht schlafen, und so denke ich über lauter Nichtigkeiten nach. So z.B.: Warum gibt es Tragikomödien, aber keine Komitragödien? Wo sind Literaturwissenschaftler, wenn man sie braucht?

Der Weg nach Mandalay

March 24th, 2008

Durch Kulla endlich mal auf das letzte Erdmöbel-Album gestoßen. Schön.

Erdmöbel – Der Weg nach Mandalay